Der E-Roller: Umweltfreundlich, emissionsfrei, platzsparend

Story Highlights

  • Führerschein abhängig von der Geschwindigkeit
  • E-Roller: Geräuscharm, abgasfrei, kaum Wartungsaufwand
  • Versicherung, Helm und Straßenzulassung notwendig!
  • Kosten per 100 km: ca. 1,60 €
  • E-Roller können auch über Sharing-Anbieter geliehen werden!

Leise mit bis zu 45 km/h durch die Stadt fahren, einfach einen Parkplatz finden und all das emissionsfrei. Elektroroller sind das grüne Fortbewegungsmittel der Zukunft! Gerade dort, wo der Platz rar und die Abgaswerte hoch sind, spielen die E-Roller ihre Stärken aus.


Doch wer darf so einen E-Roller überhaupt fahren? Mit welchen Kosten musst du rechnen? Wir haben die Elektroroller für dich ganz genau unter die Lupe genommen.

Inhaltsverzeichnis:

  1. Wer darf einen E-Roller fahren?
  2. Vor- und Nachteile eines E-Rollers
  3. Straßenzulassung, Versicherung, Helmpflicht
  4. Für wen ist ein E-Roller geeignet?
  5. Was kostet ein E-Roller?
  6. E-Roller leihen

Wer darf einen E-Roller fahren?

Mann auf Elektroroller E-Roller E-Vespa
© antonloshchinin – stock.adobe.com

Grundsätzlich wird für das Fahren eines Elektrorollers ein Führerschein benötigt. Die notwendige Führerscheinklasse hängt von der bautechnischen Maximalgeschwindigkeit des E-Rollers ab.

Für ein Leicht-Mofa bis 20 km/h genügt der sogenannte Mofa-Schein. Hierfür müssen Theorie und Praxisstunden absolviert werden. Geprüft wird aber nur die Theorie.

Für ein Mofa bis 25 km/h braucht es bereits den offiziellen Moped-Führerschein. Er ist schnell gemacht und deutlich kostengünstiger als der Autoführerschein der Klasse B. Wer sich ein solches Fahrzeug zulegt aber nur einen Mofa-Schein besitzt, kann die Mofageschwindigkeit auch vom Hersteller auf 20km/h drosseln lassen.

Für einen leistungsstarken E-Roller bis 45 km/h bedarf es mindestens den Führerschein für Kleinkrafträder. Darüber hinaus berechtigen auch Führerscheine für Krafträder der Klasse A1, A2 und A zur Fahrt, oder der Autoführerschein Klasse B.

Detaillierte Informationen zum Thema Führerschein für Zweiräder findest du hier.

Typ:Geschwindigkeit:*Führerschein:
Leicht-Mofabis 20 km/h Prüfbescheinigung für Mofas
Mofabis 25 km/hKlasse AM (Mofa-Führerschein)
Kleinkraftrad 1ebis 45 km/h Klasse M (Kleinkrafträder)

oder Klasse A1, A2, A, B
Leichtkraftrad L3e bis 80 km/hKlasse 3, 4 oder 1b (vor dem 1. April 1980 erworben)oder Klasse A1

*bautechnische mögliche Höchstgeschwindigkeit

Nicht vergessen: Neben dem Führerschein ist eine Betriebszulassung, eine Haftpflichtversicherung und ein Helm ab einer bautechnischen Höchstgeschwindigkeit von 20km/h für jede Fahrt Pflicht!

Vor-und Nachteile eines E-Rollers:

In unserem E-Roller Test mit der Trinity Venus haben wir die Elektroroller bereits auf Alltagstauglichkeit, Komfort und Fahrspaß getestet.

Die Vorteile eines Elektrorollers liegen klar auf der Hand: Die City-Roller sind leise, abgasfrei und gehen mit wenig Wartungsaufwand einher. Durch das Fehlen des Verbrennungsmotors gibt es viel weniger Verschleißteile als bei einem herkömmlichen Roller.

Außerdem sind E-Roller für die Nutzung auf kurzen Strecken bestens geeignet. Einen erhöhten Motorverschleiß durch das stetige Fahren von Kurzstrecken hat man nicht zu befürchten. Ganz anders als beim Auto zum Beispiel!

Wer seinen E-Roller zu Hause, oder an jeder anderen Steckdose mit Ökostrom auflädt, ist außerdem besonders umweltfreundlich unterwegs.

Vorteile:

  • geräuscharm
  • Kein Abgasausstoß
  • Kaum Wartungsaufwand
  • Für Kurzstrecken geeignet
  • Emissionsfrei
  • Umweltfreundlich (in Kombination mit Ökostrom)
  • Kann an jeder Steckdose aufgeladen werden

Dem gegenüber steht der einmalige Anschaffungspreis und eine vergleichsweise lange Ladezeit von etwa 6 bis 8 Stunden. Einige Hersteller bieten allerdings Schnellladegeräte, die die Ladezeit auf rund vier Stunden verkürzen. Nichtsdestotrotz dauert das länger als ein herkömmlicher Tankvorgang.

Auch die Reichweite der E-Roller ist etwas begrenzter als die der benzinbetriebenen Modelle. Je nach Herstellereinschätzung, Modell und Fahrergewicht kannst du mit vollem Akku eine Strecke von bis zu 50 km zurücklegen.

Der Akku im E-Roller ist ein relativ kostenintensives Verschleißteil. Er sollte sachgemäß behandelt werden, um die angegebene Nutzungsdauer erreichen zu können. Je nach Modell kann er etwa die Hälfte des Fahrzeugpreises ausmachen und ist ein dementsprechend teures Ersatzteil. Alle 5 bis 6 Jahre bedarf es je nach Abnutzung außerdem einen Satz neue Reifen.

Das Laden des E-Rollers funktioniert problemlos an jeder Steckdose. Befindet sich an deinem Abstellplatz keine Steckdose, achte darauf, dass der Akku deines Rollers herausnehmbar ist. So kannst du den Akku bequem Zuhause aufladen, während der Roller in der Garage steht. Nicht jedes Modell bietet diese Flexibilität. Deshalb unbedingt schon beim Kauf darauf achten!

Das Netz an öffentlichen Stromtankstellen und Ladestationen ist aktuell noch im Aufbau. Bis hier von einer guten Abdeckungen an Tankstellen, bei Arbeitgebern und öffentlichen Einrichtungen gesprochen werden kann, wird noch etwas Zeit vergehen.

Nachteile:

  • relativ hohe Anschaffungskosten
  • Ladezeit 4 – 8 Stunden
  • Reichweite begrenzt bis 65 km
  • Ladestrukturen erst im Ausbau
  • Akku ist kostenintensives Verschleißteil

Straßenzulassung, Versicherung und Helmpflicht für E-Roller

Mann mit Elektroroller E-Roller E-Scooter und Helm
© Odua Images – stock.adobe.com

Um am öffentlichen Straßenverkehr legal teilzunehmen benötigt dein E-Roller eine Straßenzulassung (ABE) nach StVZO.

Für E-Roller gelten dabei dieselben technischen Anforderungen wie für andere Kraftfahrzeuge. Für die Zulassung benötigen sie unter anderem zwei unabhängige Bremsanlagen und Beleuchtung.

Ob ein Modell die Straßenzulassung besitzt kannst du jederzeit beim Händler erfragen oder auf der Produktdetailseite einsehen.

Ebenso wie für alle anderen Kraftfahrzeuge muss auch für den E-Roller eine Haftpflichtversicherung abgeschlossen werden. Die Versicherung gilt speziell für den E-Roller und geht mit einem Versicherungskennzeichen einher, das hinten am Roller angebracht werden muss. Eine private Haftpflichtversicherung ist nicht ausreichend und zahlt im Schadensfall auch nicht!

Helmpflicht gilt, sobald es möglich ist schneller als 20 km/h zu fahren. Das ist normalerweise bei allen E-Roller Modellen der Fall. Einige Hersteller bieten auf Wunsch eine bautechnische Drosselung an.

Deshalb: Unbedingt bei jeder Fahrt den Helm aufsetzen! Ist ein Fahrer oder Mitfahrer ohne Helm unterwegs kann das bis zu 15 € kosten. Handelt es sich bei dem helmlosen Mitfahrer um ein Kind, werden sogar bis zu 60 € fällig.

  • Straßenzulassung: notwendig
  • Haftpflichtversicherung für E-Roller: notwendig
  • Helmpflicht: ja

Für wen ist ein E-Roller geeignet?

Ein E-Roller macht vor allem für Kurzstrecken Sinn, die zu Fuß oder mit dem Rad zu weit, für das Auto aber zu nah sind. Berufspendler in Städten oder Menschen, die viele regionale Wege zurücklegen profitieren davon.

Gegenüber herkömmlichen Benzinern belaufen sich die Fahrtkosten etwa nur auf ein Fünftel, wie RP-online in diesem Artikel errechnet hat (2). Gemessen an den Fahrtkosten gibt es daher echtes Sparpotenzial.

Ein weiterer Vorteil sind der zusätzliche Stauraum durch zukaufbare Topcases und die Möglichkeit einen Mitfahrer mitzunehmen.

Elektroroller sind außerdem ideale Gefährten im Stadtverkehr wo Park- und Stellplätze rar sind. Dabei schonen sie die Stadtluft durch emissionsfreies und geräuscharmes Fahren.

Wer umweltbewusst, schnell, leise und flexibel vor allen in städtischen Gegenden unterwegs sein will, ist daher mit einem E-Roller gut beraten.

Ein E-Roller ist etwas für dich wenn

  • Du vor allem in städtischen Gebieten unterwegs bist
  • Du nicht mehr langwierig Parkplätze suchen willst
  • Du bei den Fahrtkosten sparen möchtest
  • Du mobil sein willst, ohne der Umwelt zu schaden

Was kostet ein E-Roller?

Der Einstiegspreis für E-Roller liegt bei etwa 1.000 €. Die Preise sind abhängig vom Hersteller, Motorenleistung, Ausstattung, Reichweite, Batterie und Modell. Ab 5.000 € sind wir im Bereich der hochpreisigen Luxusmodelle.

Wir haben ein mittelpreisiges Modell (Kaufpreis: von 2.699 € (Stand 05/2019)) ausgiebig getestet und in diesem Artikel darüber berichtet.

Ca. 3 – 5% des Kaufpreises können als Kostenpunkt für Wartung- und Reparatur einkalkuliert werden.

Der Hersteller Trinity gibt die Stromkosten für 100 gefahrene Kilometer mit rund einem Euro an. Je nach Modell und Stromanbieter kann dieser Preis variieren.

Hinzu kommt noch die Haftpflichtversicherung. Hier kann man für eine einfache Versicherung ca. 40 € – 90 € ansetzen. (Stand 05/2019) Teilkaskoversicherungen sind teurer.

  • Anschaffungskosten: ab 1.000 €
  • Wartungskosten: ca. 3 – 5 % des Kaufpreises
  • Kosten per 100 km: ca. 1,00 – 1,60 €
  • Haftpflichtversicherung: 40 – 90 € / Jahr
  • Ggfs. Ersatzakku: ab 200 € bis 50 % des Fahrzeugpreises (3)
  • Reifen alle 5 bis 6 Jahre je nach gefahrenen Kilometern

E-Roller leihen: Sharing-Anbieter machen es möglich

Wer noch nicht in ein eigenes Gerät investieren möchte, kann sich auf die Angebote der Sharing-Dienste verlassen.

Elektroroller stehen bereits in den Metropolen wie Berlin, Frankfurt oder München, aber auch in kleineren Städten wie Oberhausen und Bielefeld zum kostenpflichtigen leihen zur Verfügung. Über E-Roller Sharing Dienste haben wir hier bereits ausführlich berichtet.

Show More

Tamara

Tamara ist unsere "Queen of Content:" Wenn sie nicht gerade durch die Welt reist, Tiere rettet oder Strände von Müll befreit, unterstützt sie uns im Innovation Lab der eprimo GmbH, unsere Artikel und Projekte in passende Worte zu verpacken. Aber nicht nur beim richtigen Ausdruck, auch in Sachen Design arbeiten wir immer wieder mit der staatl. geprüften Gestaltungs- und Medientechnischen Assistentin zusammen.
Back to top button
Close