Der E-Scooter: Umweltfreundlich, schnell und leise von A nach B

Story Highlights

  • ab 14 Jahren ohne Führerschein fahrbar
  • ideal für Kurzstrecken & öffentlichen Nahverkehr
  • Straßenzulassung und Haftpflichtversicherung nötig
  • keine Helmpflicht - Helm jedoch empfohlen!
  • Kosten per 100 km: ca. 0,07 €

Jetzt sind sie auch in Deutschland legal: Im Zuge der neuen Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung (eKFV) dürfen E-Tretroller ab sofort auf Fahrradwegen und Straßen fahren. Mit bis zu 20 km/h flitzen die zusammenklappbaren E-Scooter emissionsfrei, umweltfreundlich und leise über den Asphalt.


Welche Anforderungen muss ein Fahrer erfüllen? Braucht es einen Führerschein? Mit welchen Kosten musst du rechnen? Wir haben die E-Tretroller für dich einmal ganz genau analysiert und das sind unsere Ergebnisse:


Inhaltsverzeichnis:

  1. Wer darf einen E-Scooter fahren?
  2. Vor- und Nachteile eines E-Scooters
  3. Straßenzulassung, Versicherung, Helmpflicht
  4. Für wen ist ein E-Scooter geeignet?
  5. Kosten
  6. E-Scooter leihen

E-Scooter und E-Tretroller im Detail: Für wen und wo sind sie geeignet?
© Fxquadro – stock.adobe.com

Führerschein für E-Scooter?

Für das Fahren eines E-Scooters bis 20 km/h brauchst du keinen Führerschein. Allerdings musst du das Mindestalter von 14 Jahren erreicht haben. Darüber hinaus muss eine Haftpflichtversicherung für den E-Tretroller abgeschlossen werden.

Wichtig ist, dass der E-Scooter eine Straßenzulassung (ABE) des deutschen Kraftfahrtbundesamt besitzt.

AlterMaximalgeschwindigkeitFührerschein notwendig
unter 14 JahrenKeine Fahrerlaubnis/
ab 14 JahrenBis 20 km/hnein

Kurz: Du brauchst für einen E-Tretroller keinen Führerschein! Dein E-Scooter benötigt jedoch eine deutsche Straßenzulassung und eine spezielle Haftpflichtversicherung.

Vor- und Nachteile eines E-Scooters (E-Tretroller):

E-Scooter sind vor allem für junge Fahrer und Fahrerinnen ideal, da kein Führerschein benötigt wird. Es lassen sich Strecken bewältigen, die zu Fuß zu weit oder mit den öffentlichen Verkehrsmitteln schwer erreichbar sind.

Da E-Scooter üblicherweise einfach zusammengeklappt werden können, sind sie im Transport handlich, leicht und klein. Sie können auch im öffentlichen Nahverkehr meist einfach mitgenommen und schnell verstaut werden.

E-Scooter fahren emissionsfrei, leise und umweltfreundlich und sind dank eines geringeren Anschaffungspreises eine gute Alternative zu E-Bikes.

Vorteile:

  • kein Führerschein nötig (bei Maximalgeschwindigkeit bis zu 20 km/h)
  • keine Helmpflicht – Fahrradhelm empfohlen
  • auch für junge Fahrer und Fahrerinnen geeignet – ab 14 Jahren
  • ideal für Kurzstrecken
  • zusammenklappbar, einfach mitzunehmen & zu verstauen
  • emissionsfrei
  • umweltfreundlich
  • günstigerer Anschaffungspreis
  • Alternative zu E-Bikes

In dem kleinen und wendigen E-Scooter befindet sich natürlich eine auch nur kleine Batterie. Die Reichweite des E-Tretrollers ist damit auf etwa 25 – 28 km begrenzt, je nach Fahrergewicht, Modell, Fahrweise und Temperatur.

Außerdem sind die E-Tretroller auf Grund der vergleichsweise kleinen Räder nicht für Feldwege oder schwer befahrbare Straßen geeignet. Für anspruchsvolle Straßenverhältnisse, etwa durch Schlaglöcher oder unebene Strecken, empfiehlt sich die Nutzung eines E-Rollers.

Am 17. Mai 2019 hat der Bundesrat final über die Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung (eKFV) entschieden. Damit dürfen E-Tretroller jetzt legal ausschließlich auf Fahrradwegen oder, wo diese nicht vorhanden sind, auf der Straße gefahren werden.

Voraussetzung für das legale Fahren ist eine Betriebszulassung (ABE). Diese besitzen derzeit (Juli 2019) jedoch nur zwei deutsche Modelle: Der Metz Moover sowie der BMX X2City. Es ist jedoch davon auszugehen, dass viele Hersteller nun zeitnah die Zulassung ebenfalls beantragen werden. Auch Nachrüstungskits für bereits gekaufte Modelle sind im Gespräch.
Hier kannst du dich zu unserem Newsletter eintragen. Wir informieren dich dann über alle Neuigkeiten rund um die Straßenzulassung von E-Scootern.

Nachteile:

  • Aktuell Juli 2019: (Noch) wenige Modelle mit Straßenzulassung
  • Anschaffungspreis
  • Begrenzte Reichweite
E-Scooter Metz Moover mit Straßenzulassung in Deutschland

Straßenzulassung, Versicherung und Helmpflicht für E-Scooter:

Genauso wie der „große Bruder“, der E-Roller, braucht auch ein E-Scooter eine deutsche Straßenzulassung. Ob dein favorisiertes Modell diese besitzt, kannst du auf der Produktdetailseite einsehen oder vom Hersteller direkt erfahren.

Auch die Haftpflichtversicherung ist für E-Tretroller unumgänglich. Die Versicherung gilt speziell für den E-Tretroller und geht mit einem selbstklebende Versicherungsplakette einher, die auf dem hinteren Schutzblech aufgeklebt werden muss. Eine private Haftpflichtversicherung reicht nicht aus und verweigert im Schadensfall die Zahlung.

Eine Helmpflicht für E-Scooter bis 20 km/h gibt es nicht!
Wer bei voller Fahrt in einen Unfall gerät, bringt sich und andere dennoch in Gefahr. Sicherheitshalber sollte deshalb zumindest ein Fahrradhelm zur Fahrerausstattung gehören.

  • Straßenzulassung: notwendig
  • Haftpflichtversicherung für E-Roller: notwendig
  • Helmpflicht: nein (mindestens Fahrradhelm empfohlen!)

Für wen lohnt sich der E-Scooter?

Berufspendler, die kurze Strecken innerhalb der Stadt zurücklegen, profitieren von den Vorteilen der E-Scooter. Gleiches gilt für alle die schneller zu Haltestellen der öffentlichen Verkehrsmittel kommen wollen.

Auf der Strecke zur U-Bahn oder von der Haltestelle zum Büro kann so richtig Zeit gespart werden. Durch das Zusammenklappen der E-Scooter, lassen sie sich einfach bei der Fahrt in vielen öffentlichen Verkehrsmitteln mitnehmen.

Für Schulkinder und Teenager bieten die E-Scooter ebenfalls neue Flexibilität. Weite Fußmärsche zur Schule gehören mit ihnen der Vergangenheit an. Kürzere Strecken die für den Fußweg zu weit sind, beispielsweise zur Musikschule oder dem Sport, können dann auch ohne „Elterntaxi“ bewältigt werden.

Menschen mit eingeschränkter Mobilität können ebenfalls von den E-Tretrollern profitieren. Wer schlecht zu Fuß ist kann in einem E-Scooter eine gutes, flexibles und einfaches Fortbewegungsmittel finden. Eine gute Balance und ein bisschen Fahrübung sind allerdings eine Voraussetzung.

Ein E-Roller ist etwas für dich, wenn

  • Du ausschließlich sehr kurze Strecken im Stadtgebiet zurücklegen willst
  • Du ein Fortbewegungsmittel brauchst, dass du einfach mitnehmen kannst
  • Du emissionsfrei und kostengünstig unterwegs sein willst

Was kostet ein E-Scooter?

Der Anschaffungspreis für einen E-Scooter liegt zwischen 200 € – 2.500 €. Abhängig ist der Preis vom Modell, Reichweite, Batterie, Gewicht und weiteren Faktoren. Modelle unter 700 € besitzen bisher meist keine Straßenzulassung (ABE).

Instandhaltungskosten gibt es praktisch nicht. Der Akku ist neben den Reifen das einzige Verschleißteil. Die Kosten für einen Ersatzakku können bis zu 50 % des Kaufpreises betragen, je nach Qualität der Batterie. Die Reifen fallen günstiger aus.

Steuern müssen für die kleinen E-Tretroller nicht gezahlt werden.
ScooterundRoller.de hat die Kosten für eine Fahrtstrecke von 100km mit einem E-Scooter beispielhaft berechnet. Das sagenhafte Ergebnis: 0,07 € / 100 km! (1)

  • Anschaffungskosten: ab 200 €
  • Wartungskosten: praktisch keine
  • Kosten per 100 km: ca. 0,07 €
  • Haftpflichtversicherung: 30 – 90 € / Jahr

Die notwendige Haftpflichtversicherung sollte ebenfalls bedacht werden. Sie beläuft sich etwa auf 30 € – 90 € pro Jahr, je nach Alter des Fahrers und Leistungsumfang. (Stand 07/2019)

E-Scooter leihen: Sharing-Anbieter machen es möglich

Die neue Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung (eKFV) ist seit Juni 2019 in Kraft. Sie hat den Weg frei gemacht für die legale Nutzung von E-Scootern im deutschen Stadtverkehr. Sharing-Anbieter bieten daher neben E-Rollern mittlerweile auch E-Scooter zum Verleih an.

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Tamara

Tamara ist unsere "Queen of Content:" Wenn sie nicht gerade durch die Welt reist, Tiere rettet oder Strände von Müll befreit, unterstützt sie uns im Innovation Lab der eprimo GmbH, unsere Artikel und Projekte in passende Worte zu verpacken. Aber nicht nur beim richtigen Ausdruck, auch in Sachen Design arbeiten wir immer wieder mit der staatl. geprüften Gestaltungs- und Medientechnischen Assistentin zusammen.
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