E-Scooter im Abo-Modell: E-Tretroller monatlich mieten

Story Highlights

  • E-Scooter monatlich mieten inkl. Wartung, Service, Versicherung
  • E-Scooter bei OTTO now: Für 39,90 € / Monat
  • E-Scooter bei flosc: 19,90 € / Monat

Wer in Deutschland einen E-Scooter fahren möchte hatte bisher nur zwei Möglichkeiten: Selbst in ein bis zu mehrere tausend Euro teures Modell investieren, oder minutenweise bei Anbietern wie TIER, Lime oder Bird mieten. Nun geht ein neues Geschäftsmodell an den Start: Otto NOW launcht startet jetzt im August 2019 das monatliche E-Scooter Abo. Und auch weitere Anbieter stehen bereits in den Startlöchern.


In den Großstädten werden sie von Tag zu Tag mehr: Die E-Scooter der Sharing Anbieter wie circ oder Voi. Sie lassen sich minutenweise mieten und werden im free floating Prinzip geparkt. Das heißt: Abgestellt und angemietet werden können die E-Scooter quasi überall dort, wo es das Einzugsgebiet des Sharing Anbieters zulässt.

Das ist praktisch, bringt in Murphys Law Manier aber auch eine Tücke mit sich: Oft ist natürlich genau dann kein E-Scooter in der Nähe, wenn man ihn dringend braucht. Die Alternative war bisher nur das Investment in einen eigenen, straßenzugelassenen E-Scooter. Mehrere hundert bis tausende Euro muss man dafür allerdings in die Hand nehmen.

Ein Störfaktor sind für viele außerdem die überall achtlos abgestellten E-Scooter. Oft werden sie nicht richtig geparkt, in Hauseingängen oder vor Schaufenstern abgestellt. Oder auch so ungünstig stehen- und liegengelassen, dass sie Bürgersteige und Einfahrten versperren. Mit monatsweise an Einzelpersonen vermieteten E-Scootern sollte sich das ändern.

Der E-Scooter im monatlichen Abo für 39,90€ bei OTTO NOW

Nun startet mit OTTO NOW in Kürze ein neues Mietangebot für E-Tretroller: Für einen Startpreis von 39,90€ lässt sich ein E-Scooter monatsweise mieten. Nach dem Startangebot soll sich die monatliche Miete auf 49,90 € erhöhen.

Der OTTO NOW E-Scooter © Foto: OTTO NOW
Der OTTO NOW E-Scooter © Foto: OTTO NOW

Der deutsche Hersteller SXT Scooters wird die straßenzugelassenen E-Scooter Modelle dafür bereitstellen. Gegenüber Gründerszene und NGIN Mobility sagte OTTO NOW, man werde zunächst nur mit einigen hundert Fahrzeugen starten. 1

Alles inklusive: Zulassung, Reparatur, Austausch, Versicherung, Wartung

Bei Problemen sind Reparatur und Austausch des E-Scooters inklusive. Auch die notwendige Versicherung ist im Monatsabo enthalten.

Beengte Städte und von achtlos abgestellten E-Scootern genervte Anwohner dürfte das Angebot freuen: Denn im Abo-Modell würden E-Scooter nicht mehr dauerhaft überall stehengelassen, sondern von Fahrern mitgenommen und in eigenen Räumlichkeiten geparkt werden. Das dürfte für Entspannung in der schwierigen Diskussion rund um Parkflächen und Parkverbotszonen für E-Scooter sorgen.

Für die Fahrer bedeutet das Miet-Abo-Modell mehr Freiheit: Denn der Anbieter OTTO NOW gibt kein eingeschränkte, meist städtisches Nutzungsgebiet vor. Der E-Scooter kann überall gefahren werden wo er nach StVO erlaubt ist.

E-Scooter Abo bei flosc für 19,90€ inkl. 50 Freikilometer

Aus Albershausen in der Nähe von Göppingen, Baden-Württemberg gibt es bereits ein ähnliches Modell: Für 19,90 € inklusive Versicherung und Straßenzulassung bietet flosc E-Scoter im Monatsabo an.

Der Preis beinhaltet neben der Versicherung auch 50 Freikilometer. Jeder Kilometer darüber hinaus wird mit 0,40 € berechnet.

Darüber hinaus soll es die Möglichkeit geben ein digitales Fahrtenbuch zu führen, das die zurückgelegten Strecken dokumentiert.

Ähnliche Abos in der Vergangenheit gescheitert

Zwei Berliner Start-Ups waren mit einem vergleichbaren E-Scooter Abo-Modell gestartet und zunächst gescheitert: Grover und Gethenry mussten die E-Tretroller wieder aus dem Verkehr ziehen. Sie verfügten über keine Straßenzulassung durch das deutsche Kraftfahrtbundesamt für ihre E-Scooter Modelle.

Weitere Anbieter stehen in den Startlöchern

Aktuell sind die E-Scooter im Monatsabo für 34,90 € / Monat beim deutschen Anbieter Grover „nicht verfügbar.“ Gegenüber Gründerszene und NGIN Mobility sagte eine Unternehmenssprecherin, dass das Unternehmen voraussichtlich im September mit drei neuen, straßenzugelassenen Modellen wieder auf den Markt kommen wolle.1

Konkret sei die Rede vom Cat 2Droid, City Blitz und Iconbit. Auch ein selbstentwickeltes Fahrzeug solle hinzukommen. Das Preismodell solle sich ebenfalls ändern, wie, dazu wollte man sich noch nicht äußern.

Die Berliner von Gethenry bietet das Monatsabo laut eigenen Aussagen vorerst nur auf dem österreichischen Markt an, wie Gründerszene erfahren hat. 1 Man wolle sich hier zunächst auf das B2B-Geschäft mit Firmen und Hotel-Flotten konzentrieren. Später sei ein Wiedereintritt in den deutschen Markt mit straßenzugelassenen Modellen geplant, sagte Gründer Luis Orsini-Rosenberg gegenüber Gründerszene.

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Tamara

Tamara ist unsere "Queen of Content:" Wenn sie nicht gerade durch die Welt reist, Tiere rettet oder Strände von Müll befreit, unterstützt sie uns im Innovation Lab der eprimo GmbH, unsere Artikel und Projekte in passende Worte zu verpacken. Aber nicht nur beim richtigen Ausdruck, auch in Sachen Design arbeiten wir immer wieder mit der staatl. geprüften Gestaltungs- und Medientechnischen Assistentin zusammen.
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