E-Scooter leihen in Hamburg: Sharing-Anbieter für E-Tretroller

Story Highlights

  • 4 große Sharing-Anbieter in Hamburg
  • Anzahl der E-Scooter in Innenstadt gedeckelt
  • zahlreiche Parkverbotszonen für E-Scooter

Seit Mitte Juni 2019 sind in der Hansestadt Leih-E-Scooter verfügbar. Schon früh erarbeitete die Stadt ein Konzept, dass dem befürchteten E-Scooter-Chaos vorbeugen sollte. Die E-Scooter der Sharing-Anbieter sind seitdem für 19 bis 20 Cent pro Minuten ausleihbar. Parkverbotszonen gelten an Gewässern, Parks und sehr belebten Plätzen wie etwa dem Jungfernstieg.


Bereits sechs Wochen nach der bundesweiten E-Scooter Zulassung rollten bereits 2.750 Sharing E-Scooter durch Hamburg. 1 Und es werden immer mehr! Für die vier Leih-Anbietern der Stadt, Lime, Circ, Tier und Voi läuft das Geschäft gut. Nicht zuletzt deshalb, weil klare Regeln in Hamburg für eine reibungslose Nutzung und wenig Beschwerden in Hinblick auf E-Scooter sorgen sollen.



Circ, Lime, TIER und voi stellen E-Scooter in Hamburg zur Verfügung

In Hamburg fahren die E-Scooter Flotten von vier großen Anbietern: Circ, Lime, TIER und voi. In einem freiwilligen Abkommen mit der Stadt, haben die Anbieter die Anzahl der E-Scooter auf je 1.000 Stück im innerstädtischen Bereich gedeckelt.

Innerhalb des Einzugsgebietes können die E-Scooter frei gefahren und geparkt werden. Das gilt allerdings nur abseits der Parkverbotszonen an beliebten Gewässern, Parks und Plätzen. Für das Ausleihen und parken der E-Scooter wird die App des jeweiligen Anbieters benötigt.

Nachts werden die grünen, schwarzen oder orangefarbenen E-Scooter von Mitarbeitern eingesammelt. Sie laden sie auf und stellen sie am Morgen fahrbereit zurück auf die Straße. Das Aufladen und Instandhalten fällt unter die Serviceleistung der Anbieter.

 

Wo E-Scooter in Hamburg gefahren werden dürfen

Wie bundesweit gesetzlich geregelt dürfen Fußgängerzonen, Fußwege und Bürgersteige von E-Scootern nicht befahren werden. Auch Grünanlagen zählen zu Fahrverbotszonen.

E-Scooter sind nach deutschem Recht auf Fahrradwegen vorgesehen. Sind die nicht vorhanden, muss auf die Straße ausgewichen werden. Alternativ bleibt nur das Schieben auf dem Fußweg.

Trotzdem sehen wir E-Scooter immer wieder auch in Gebieten, in denen sie eigentlich verboten sind. Ein Beispiel sollte man sich daran nicht nehmen: Wer gegen die E-Scooter Regeln verstößt, muss mit Strafen rechnen. Für das Fahren in einer verbotenen (Fußgänger)zone etwa werden 15 Euro fällig. Immer wieder führt die Polizei stichprobenartig Kontrollen durch um Falschfahrer- und Parker aus dem Verkehr zu ziehen. 2

 

Hamburg: Wenn das GPS das Parken erschwert

Zahlreiche Parkverbotszonen sollen in Hamburg ein E-Scooter Chaos verhindern und stark frequentierte Plätze entlasten. Der Gänsemarkt, die Spitalerstraße oder die Reeperbahn am Molotow sind einige von vielen Parkverbotszonen. Viele weitere Flächen sollen ebenfalls E-Scooter frei bleiben. In der Realität klappt das aber nicht immer.

Einerseits halten sich nicht alle NutzerInnen an das Parkverbot: Zum Teil werden E-Scooter auch innerhalb von Parkverbotszonen abgestellt. Technisch sollte dies nicht möglich sein. Eine E-Scooter Fahrt sollte sich über die App in einer Parkverbotszone nicht beenden lassen. In der Realität funktioniert es häufig aber doch. 3  

Hinzu kommt die Problematik eines nicht ganz genauen GPS: Gerade zwischen hohen Häusern können die E-Scooter über die App nicht metergenau geortet werden. Das führt dazu, dass E-Scooter nicht geparkt werden können, weil sie sich angeblich in einer Parkverbotszone befinden. Dabei ist der Fahrer in der Realität bereits einige Meter vom Parkverbot entfernt.

Das Parken der E-Scooter mit GPS Tracking ist also noch eine Herausforderung. Die Stadt appelliert an die Vernunft der Nutzer, E-Scooter in den vorgesehenen Bereichen zu parken.


Fahrkomfort für E-Scooter in Hamburg

Gut instandgehaltene, breite Fahrradwege sind in Hamburg, wie in den meisten großen Städten, nicht die Norm. Das Fahren auf der Straße kann, je nach Verkehrslage, eine angenehme bis gefährliche Fahrt bedeuten.

Nicht alle Autos behalten beim Überholvorgang den notwendigen Sicherheitsabstand ein. An Ampeln geht es zwischen Fahrradfahrern und PKWs oft dicht gedrängt zu.

Gerade beim rechtsabbiegen gilt es, die Augen nach anderen Zweirädern, aber auch Autos offenzuhalten: Als E-Scooter-Fahrer wird man schnell übersehen. 

Fahrradwege sind für E-Scooter die beste Wahl

Wer den Stadtverkehr gewohnt ist, kommt auf den Fahrradwegen dennoch gut zurecht. An den Ampeln entstehen zwar Schlangen aus Fahrradfahrern und E-Scooter-Fahrern, mit etwas Nachsicht lässt sich hier aber gut durchkommen.

Problematischer sind eher die unterschiedlichen Bodenbeläge der Stadt: Von glatt und gut befahrbar, bis zu Pflasterstraßen und Straßenbahnschienen gibt es verschiedene Untergründe. Nicht alle davon sind für ungeübte Fahrer sicher zu meistern. In solch einem Fall gilt: Runter vom Gas, vorausschauend fahren und sich langsam an verschiedene Bodenbeläge herantasten.

Außerdem empfiehlt es sich zur eigenen Sicherheit einen Helm zu tragen.

 

Wie viele E-Scooter gibt es in Hamburg?

Mit vier großen Sharing-Anbietern findet man in Hamburg eigentlich an jeder Ecke ein fahrbereites Modell. Mehr als wenige Minuten Fußweg zum nächsten E-Roller braucht es eigentlich nie. Im innerstädtischen Bereich ist die Dichte an E-Scootern oft sogar noch höher.



Die E-Scooter Sharing Anbieter im Test:

In Frankfurt am Main haben wir die Anbieter circ, lime und TIER in Sachen App, Angebot und Fahrzeug genauer unter die Lupe genommen. Unsere Eindrücke der E-Scooter Verleiher findest du hier:

Im Test: E-Scooter von circ
Im Test: E-Scooter von Lime
Im Test: E-Scooter von TIER

© Coverfoto: powell83 – stock.adobe.com

Show More

Tamara

Tamara ist unsere "Queen of Content:" Wenn sie nicht gerade durch die Welt reist, Tiere rettet oder Strände von Müll befreit, unterstützt sie uns im Innovation Lab der eprimo GmbH, unsere Artikel und Projekte in passende Worte zu verpacken. Aber nicht nur beim richtigen Ausdruck, auch in Sachen Design arbeiten wir immer wieder mit der staatl. geprüften Gestaltungs- und Medientechnischen Assistentin zusammen.
Back to top button
Close