E-Scooter leihen in München: Sharing-Anbieter für E-Tretroller

Story Highlights

  • 7 E-Scooter Sharing-Anbieter in München
  • Kosten: 15 - 25 Cent / Minute je nach Anbieter
  • Fußgängerzonen und Bürgersteige dürfen nicht befahren werden

Nach der bundesweiten Zulassung der E-Scooter im Juni 2019, haben die E-Roller die Münchener Innenstadt längst erobert. Zunächst startete die Münchener Verkehrsgesellschaft in einer Kooperation mit dem E-Scooter-Anbieter TIER. Heute sind es bereits sieben verschiedene Sharing-Anbieter in der bayrischen Hauptstadt. 15 bis 25 Cent kostet jede Fahrtminute. Der Andrang ist groß!


Zusammen mit der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) brachte der Sharing-Anbieter TIER die ersten 1500 E-Scooter in der Stadt auf die Straßen. Wie viele es heute sind, das lässt sich kaum abschätzen. 10.000 E-Scooter  erwarteten die Städteplaner im Sommer 2019 für die Zukunft. 2 Insgesamt sieben Anbieter stellen die schwarzen, orangenen oder grünen E-Scooter in der Stadt zur Verfügung. Die Nachfrage bleibt weiterhin groß.



MVG TIER, circ, lime, bird, hive, voi und Jump stellen E-Scooter in München zur Verfügung

München bietet die vielleicht größte Auswahl an E-Scootern in Deutschland: Gleich sieben Anbieter haben sich hier niedergelassen. TIER in Kooperation mit der MVG, circ, lime, bird, hive, voi und Jump haben ihre E-Scooter im gesamten Stadtgebiet verteilt.

Die E-Scooter können mithilfe einer App des jeweiligen Anbieters einfach ausgeliehen, im Einzugsgebiet gefahren und frei geparkt werden. Spezielle Parkverbotszonen sind davon ausgenommen. Je nach Anbieter belaufen sich die Kosten auf 15 bis 25 Cent pro Fahrtminute. Hinzu kommt eine Grundgebühr von üblicherweise 1 Euro.

Um das Aufladen und Instandhalten der E-Scooter müssen sich die Fahrer nicht kümmern: Über Nacht werden die E-Scooter von Mitarbeitern der Sharing-Anbieter eingesammelt und geladen, bevor sie am nächsten Morgen zurück auf die Straße gestellt werden.

 

Wo E-Scooter in München gefahren werden dürfen

Der Gesetzgeber sieht für E-Scooter folgendes vor: Fußgängerzonen, Fußwege und Bürgersteige, ebenso wie Grünanlagen, dürfen mit E-Scootern nicht befahren werden. Vorgesehen sind E-Scooter lediglich auf Fahrradwegen. Wo diese nicht vorhanden sind, muss auf der Straße gefahren werden. Das ist, je nach Autoverkehr und Straßenbelag, nicht immer eine ganz angenehme Lösung.

Trotz Fahr- und Parkverbotszonen sehen wir E-Scooter in München auch immer wieder dort, wo so eigentlich nicht sein dürften. Regelverstöße sollten man jedoch keineswegs auf die leichte Schulter nehmen.

400 Anzeigen wegen Alkohol am E-Scooter-Steuer hat die Münchener Polizei bereits gestellt. 1 Auch für andere Vergehen, etwa das fahren zu zweit oder das Fahren auf Bürgersteigen drohen Bußgelder. 15 Euro werden fällig, ist man mit dem E-Scooter in der Fußgängerzone unterwegs.



München: GPS Signal und Parkverbotszonen kollidieren

In München gelten ausgewählte und eher spezielle Parkverbotszonen. Städtische Friedhöfe, der Alte Botanische Garten und sämtliche Brücken sind für das Parken eines E-Scooters tabu.

Im Rahmen eines freiwilligen Abkommens hat sich die Stadt mit den Anbietern auf eine weitere Regelung geeinigt: Innerhalb des Altstadtrings stellen Anbieter höchstens 100 E-Scooter bereit. Im Mittleren Ring liegt die Zahl pro Tag bei maximal 1.000 E-Scootern.

Trotz überschaubarer Parkverbotszonen ist das Parken nicht immer ganz so leicht. Das GPS-Signal, welches den E-Scooter auf einer Karte trackt, ist oft nicht genau genug.

GPS-Tracking nicht genau genug

So kann eine Fahrt nicht beendet werden, weil die App den E-Scooter in einer Parkverbotszone sieht, obwohl sich der Fahrer einige Meter davon entfernt befindet. Oft reicht es dann schon aus die Straßenseite zu wechseln. Ein wenig nervenaufreibend ist das ungenaue Tracking trotzdem.

Besonders ungenau ist das GPS in Häuserschluchten oder in der Nähe von dicken Wänden. Wer schlechten GPS-Empfang hat, oder trotz eigentlich erlaubtem Standort nicht parken kann, sollte ein paar Meter weitergehen oder die Position des Handys verändern.

Wer seinen E-Scooter abstellt sollte nicht nur die Parkverbotszonen meiden, sondern auch auf einen geeigneten Parkplatz achten. Grundsätzlichen können die E-Scooter überall geparkt werden. Sie sollten jedoch weder Bürgersteige versperren noch vor Einfahrten oder Schaufenstern stehen.  



Fahrkomfort für E-Scooter in München

Breite, gut asphaltierte und markierte Fahrradwege sind in München so selten wie in den meisten deutschen Großstädten.

Wer in der Dommetropole unterwegs ist, wird immer wieder auch Abschnitte auf der Straße zurücklegen müssen. Das bedarf einem wachsamen Auge: Gerade beim Abbiegen können E-Scooter-Fahrer schnell übersehen werden. Außerdem halten sich nicht alle Fahrzeuge an den vorgeschriebenen Sicherheitsabstand beim Überholen, was sich auf einem ungeschützten E-Scooter besonders unangenehm anfühlen kann.

Neben dem dichten Stadtverkehr können auch unterschiedliche Untergründe und Witterungsbedingungen Einfluss auf Fahrtkomfort- und Sicherheit haben. Es empfiehlt sich daher vorausschauend zu fahren und einen Helm zu tragen.

Fahrradwege sind für E-Scooter in München die beste Wahl

Wer den trubeligen Stadtverkehr gewohnt ist, kommt mit der Fahrt auf Fahrradwegen und Straßen gut zurecht. An den Ampeln sammeln sich regelmäßig kleinere Gruppen von Fahrrad- und E-Scooter-Fahrern, doch das ist meist kein Problem. Mit Beginn der Grünphase verstreut sich das Feld üblicherweise schnell und die Fahrt kann weitergehen.

Eine größere Herausforderung sind die unterschiedlichen Straßenverhältnisse: Von gut asphaltierten, glatten Straßen, zu groben Pflastersteinen und tiefen Straßenbahnschienen. Hier braucht es einen schüttelfesten Stand auf dem E-Scooter. Für Anfänger sind diese Straßenbeläge oft schwieriger zu bewältigen. Es empfiehlt sich dann vom Gas zu gehen und sich langsam an die schwierigeren Gegebenheiten ranzutasten.

 

Wie viele E-Scooter gibt es in München?

Erste Schätzungen erwarteten für München einen Umfang von 10.000 Leih-E-Scootern. Wie viel es heute tatsächlich sind, lässt sich schwer abschätzen. So oder so: Die E-Scooter reihen sich in München dicht an dicht. Üblicherweise braucht es nur ein paar Gehminuten oder sogar weniger, um den nächsten funktionstüchtigen E-Scooter zu erreichen.



Die E-Scooter Sharing Anbieter im Test:

Wir haben die E-Scooter Sharing-Anbieter circ, lime und Tier genauer unter die Lupe genommen: Wie gut sind App, Angebot und Fahrzeugflotten? Was unterscheidet die Anbieter? Detaillierte Einblicke erhältst du in unseren Tests:

© Coverfotot: Mapics – stock.adobe.com

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Tamara

Tamara ist unsere "Queen of Content:" Wenn sie nicht gerade durch die Welt reist, Tiere rettet oder Strände von Müll befreit, unterstützt sie uns im Innovation Lab der eprimo GmbH, unsere Artikel und Projekte in passende Worte zu verpacken. Aber nicht nur beim richtigen Ausdruck, auch in Sachen Design arbeiten wir immer wieder mit der staatl. geprüften Gestaltungs- und Medientechnischen Assistentin zusammen.
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