E-Scooter leihen in Stuttgart: Sharing-Anbieter für E-Tretroller

Story Highlights

  • 3 E-Scooter Sharing Anbieter in Stuttgart
  • Kosten: 1 Euro Grundgebühr + 15 - 25 Cent / Minute
  • Parken direkt am Neckar oder in Grünanlagen verboten

Mitte August standen die ersten Leih-E-Scooter auf schwäbischen Straßen. Das Unternehmen Lime eroberte das Gebiet rund um die Königsstraße als erster. Mittlerweile gibt es zwei weitere E-Scooter Sharing Anbieter in Stuttgart. Für 1 Euro Grundgebühr und 15 – 25 Cent pro Minute lassen sich die elektrisch betriebenen Tretroller mieten. Mit einer freiwilligen Selbstverpflichtung der Anbieter, sowie Parkverbotszonen, will die Stadt für geordnete Verhältnisse in Sachen E-Scooter sorgen.


E-Scooter in Stuttgart

In Sachen E-Mobilität waren Heidelberg und Mannheim Vorreiter: Hier fanden sich die allerersten Leih-E-Scooter im Südwesten Deutschlands. 1 Mittlerweile gehören die kleinen E-Flitzer aber auch zum Stadtbild des hügeligen Stuttgarts. Dabei sind die E-Scooter eigentlich nicht für starke Anstiege konzipiert.

Als erster Anbieter ging lime mit 100 E-Scootern in Stuttgart an den Start. Die Anbieter circ und voi sind dem mittlerweile gefolgt. Schon zu Beginn einigte sich die Stadt auf eine freiwillige Selbstverpflichtung mit den Anbietern. Darin wird unter anderem die Anzahl der E-Scooter reglementiert. So heißt es: „Der Anbieter stellt (…) zu Beginn eines Geschäftstages maximal 100 Fahrzeuge bereit. Innerhalb der gesamten Landeshauptstadt Stuttgart werden (…) maximal 800 Fahrzeuge zur Nutzung angeboten. Eine Erweiterung der Fahrzeugflotte erfolgt nur nach Absprache mit der Landeshauptstadt Stuttgart.“

Auch in Sachen Umweltfreundlichkeit der E-Scooter stellt Stuttgart Bedingungen: „Der Anbieter verpflichtet sich, die Fahrzeuge mit Strom aus regenerativen Quellen (zertifizierter Ökostrom) zu laden.“ Die gesamte freiwillige Selbstverpflichtung der Stadt Stuttgart und der E-Scooter Sharing-Anbieter kann hier eingesehen werden.



Circ, Lime und voi stellen E-Scooter in Stuttgart zur Verfügung

In Stuttgart sind die E-Scooter der Anbieter circ, lime und voi unterwegs. Darüber hinaus gibt es auch das E-Roller Sharing Angebot von stella. Die E-Scooter dürfen innerhalb des Einzugsgebietes der Anbieter frei gefahren und geparkt werden. Eingerichtete Parkverbotszonen sollen für Ordnung sorgen. Fußgängerzonen und Bürgersteige sind nach bundesweiter Regelung zur Befahrung verboten.

Für das Leihen und Parken der E-Scooter braucht der Nutzer die entsprechende App des jeweiligen Anbieters.

In der Nacht werden die grünen, schwarzen oder orangenen E-Scooter dann von Mitarbeitern und Werkstudenten der Anbieter eingesammelt. Sie laden die E-Scooter über Nacht auf, bevor sie am Morgen fahrbereit zurück auf die Straße gestellt werden. Um das Aufladen, Reparieren oder Instandhalten eines E-Scooters braucht sich der Fahrer bei Sharing-Anbietern also nicht kümmern.



Wo E-Scooter in Stuttgart gefahren werden dürfen

Nach bundesweitem Gesetz dürfen E-Scooter nicht in Fußgängerzonen, auf Fußwegen oder Bürgersteigen gefahren werden. In die Fahrverbotszonen fallen auch Grünanlagen und Parks.

Für die Fahrt vorgesehen sind für E-Scooter grundsätzlich Fahrradwege. Dort wo sie nicht vorhanden sind, müssen E-Scooter-Fahrer auf die Straße ausweichen. Das ist gerade im Stadtverkehr hin- und wieder abenteuerlich. Es empfiehlt sich daher das Tragen eines Helmes.

Nichtsdestotrotz werden E-Scooter immer wieder auch dort gesehen, wo sie eigentlich verboten sind: In der Fußgängerzone der Königsstraße beispielsweise.

Wer gegen die E-Scooter Regeln verstößt, riskiert Strafen. Für das verbotene Fahren innerhalb einer Fußgängerzone werden beispielsweise 15 Euro fällig. Auch das Falschparken kann teuer zu Buche schlagen. Wer einen E-Scooter beispielsweise auf einer öffentlichen Grünfläche parkt, den kostet das 35 Euro. Mit stichprobenartigen Kontrollen durch die Polizei muss gerechnet werden. Hier findest du den Bußgeldkatalog für E-Scooter-Fahrer.



Stuttgart: Wenn das GPS das Parken erschwert

Im Gegensatz zu anderen Großstädten wie München oder Hamburg, gibt es in Stuttgart keine groß angelegten Parkverbotszonen. Lediglich entlang des Neckars oder in Grünanlagen wie dem unteren Schloßgarten ist das Parken verboten.

Tatsächlich funktionieren die Parkverbotszonen durch ungenaues GPS in der Realität nur bedingt.

So können E-Scooter gelegentlich doch in Grünanlagen geparkt werden, weil das GPS sie knapp außerhalb der Parkverbotszone ortet. Doch auch umgekehrt funktioniert der fehlerhafte Mechanismus: Obwohl sich Fahrer direkt vor einem Parkverbotsbereich befinden, kann die Fahrt nicht beendet werden. Das GPS zeigt sie dann trotz richtiger Lokation innerhalb des Parkverbots an.

Gerade zwischen Häuserschluchten oder in der Nähe dicker Backsteinwände ist das GPS-Signal erfahrungsgemäß eher schlecht. Wer dadurch Probleme beim Parken hat, sollte die Parkposition um einige Meter verändern. Meist reicht das schon um das Problem zu lösen.

Um Beschwerden zu vermeiden und den Straßen- und Fußgängerverkehr nicht zu behindern, sollten E-Scooter ordnungsgemäß geparkt werden. Bürgersteige, Schaufenster oder Einfahrten sollten durch parkende E-Scooter nicht versperrt werden.



Fahrkomfort für E-Scooter in Stuttgart

Wie in allen größeren Städten gibt es auch in Stuttgart nur bedingt gut ausgebaute Fahrradwege. Für E-Scooter-Fahrer bedeutet das: Immer wieder muss auf die Straße ausgewichen werden. Je nach Verkehrslage, Baustellen und Fahruntergrund ist das angenehm bis gefährlich.

Nicht alle Autos überholen mit dem notwendigen Sicherheitsabstand. An Ampeln staut es sich mit E-Scooter und Fahrradfahrern häufig auf. Als E-Scooter-Fahrer wird man zudem leicht übersehen. Gerade bei Rechtsabbiegerspuren sollte deshalb auf andere Zweiräder, besonders aber auch auf PKWs geachtet werden.

Im Gegensatz zu Berlin, Hamburg oder Köln gibt es in Stuttgart eine weitere Besonderheit: Viele Anstiege! E-Scooter sind für ein klassisches städtisches Umfeld konzipiert. Also gerade, flache und kurze Strecken. Hügel und Berge zu befahren sehen die E-Tretroller eigentlich nicht vor. Je nach Fahrergewicht, Untergrund, Witterungsbedingungen und Akkustand, kann der E-Scooter beim Befahren von Anstiegen an Zugkraft verlieren. Ganz sicher aber zehrt das bergauf fahren an der Akkukapazität.



Fahrradwege sind für E-Scooter die beste Wahl

Wer sich grundsätzlich im Stadtverkehr zurechtfindet, kommt mit der Fahrt auf Fahrradwegen und Straßen gut zurecht. Die Schlangen aus Zweiradfahrern an den Ampeln sind zu Hauptverkehrszeiten zwar lästig, mit etwas Rücksicht aber gut zu bewältigen.

Dafür haben es die verschiedenen Untergrundbeläge der Stadt in sich: Von glatt asphaltierten, gut befahrbaren Straßen zu Pflastersteinen und Straßenbahnschienen gibt es eine große Auswahl. Und die bringen eigene Schwierigkeitsgrade in Sachen Fahrtauglichkeit mit sich. Anfänger sollten deshalb bei unbekannten Untergründen vom Gas gehen und sich langsam an neue Fahrbedingungen herantasten.

Zwar gibt es keine Helmpflicht, das Tragen eines Helms kann dennoch nur empfohlen werden.



Wie viele E-Scooter gibt es in Stuttgart?

Die drei E-Scooter Sharing-Anbieter haben ihr Angebot im Innenstadtbereich auf täglich je 100 E-Scooter begrenzt. Im gesamten Stadtgebiet kann die Verfügbarkeit auf maximal 800 erhöht werden, wenn das der Bedarf verlangt. Zwischen 300 und 2400 E-Scooter sind also täglich auf den Straßen verfügbar.

Die dichte der E-Scooter ist gerade im Innenstadtbereich gut. Mehr als einige Laufminuten oder sogar deutlich weniger ist normalerweise nicht notwendig, um den nächsten Leih-E-Scooter zu erreichen. Trotzdem haben wir uns gefragt: Was macht eigentlich finanziell mehr Sinn? E-Scooter leihen oder kaufen?



Die E-Scooter Sharing Anbieter im Test:

In Frankfurt am Main haben wir bereits die Anbieter circ, lime und TIER genauer geprüft. Was wir zu Preisen, Fahrzeugflotten, Ausstattung und Service zu sagen haben, kannst du hier nachlesen:

Im Test: E-Scooter von circ
Im Test: E-Scooter von Lime
Im Test: E-Scooter von TIER

Coverfoto: © a_medvedkov – stock.adobe.com

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Tamara

Tamara ist unsere "Queen of Content:" Wenn sie nicht gerade durch die Welt reist, Tiere rettet oder Strände von Müll befreit, unterstützt sie uns im Innovation Lab der eprimo GmbH, unsere Artikel und Projekte in passende Worte zu verpacken. Aber nicht nur beim richtigen Ausdruck, auch in Sachen Design arbeiten wir immer wieder mit der staatl. geprüften Gestaltungs- und Medientechnischen Assistentin zusammen.
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