Im Test: E-scooter von Lime in Frankfurt am Main

Story Highlights

  • lime im Test: 4,3 / 5
  • Design, Tacho & Display: top!
  • Ausstattung leider nur Standard

Das 2017 gegründete US-amerikanische Unternehmen Lime, ist mit seinen Leih-E-Scootern in sechs deutschen großen Städten vertreten. Auch in Frankfurt am Main sind zahlreiche weiß-grüne E-Tretroller des Sharing Anbieters unterwegs. Wir haben die Lime E-Scooter in Frankfurt getestet!


Gestartet ist Lime mit seinen E-Rollern im Juni 2019 in Berlin. Rund 1000 E-Scooter stehen hier zwischen Alexanderplatz, Brandenburger Tor und Checkpoint Charlie zur Verfügung.

Ende Juli 2019 folgten dann 100 Geräte für die Frankfurter Innenstadt. 1Bei unserem Blick auf die Karteder Lime-App sehen wir mittlerweile mindestens die doppelte Anzahl an verfügbaren Rollern in der Mainmetropole.

Lime: Einen E-Scooter in Frankfurt ausleihen

Wer mit einem der weiß-grünen Lime E-Scooter zwischen Wolkenkratzer und Mainufer rollen will, benötigt zunächst die Lime App für Apple oder Android. Nach einer einmaligen Registrierung erfolgt, nach Eingabe des versandten SMS Codes, die Freischaltung. Im Anschluss kann ein E-Roller ausgeliehen und gefahren werden.

die lime App erklärt mit schönen Illustrationen und gelungenen Animationen wie das Fahren und parken des E-Scooters funktioniert / Screenshots aus der App

Lime: Wie gut ist die App?

Die Lime App ist, ebenso wie die Apps der Konkurrenz, selbsterklärend, einfach und übersichtlich gestaltet.

Die Anleitungen, die zu Beginn einer jeden Fahrt angezeigt werden, sind erfreulich umfangreich. Sie erklären wie der E-Scooter gefahren wird und wie er geparkt werden darf. Die dazu angezeigten Animationen sind unterhaltsam und leicht verständlich. Das ist deutlich besser gelöst als bei anderen Sharing Anbietern.

Außerdem watet die App mit ein paar Extras auf, die wir ebenfalls bei der Konkurrenz vermissen: So werden wir beispielsweise aufgefordert ein Foto von unserem geparkten E-Scooter zu machen. Das ermöglicht dem nächsten Nutzer, den E-Scooter leichter zu finden. Gerade im Großstadtdschungel sind die E-Scooter manchmal nicht sofort zu entdecken, auch wenn man über die Kartenfunktion der App zum Roller navigiert wird.

Lime: Den nächsten E-Scooter lokalisieren

In der Kartenfunktion der Lime App werden alle verfügbaren Lime E-Scooter in der Nähe angezeigt. Im Innenstadtbereich ist das Netz an freien E-Scootern äußerst dicht. Etwas abseits vom Main wird es schon deutlich lichter.

Trotzdem: Innerhalb weniger Minuten erreichen wir zu Fuß den nächsten E-Roller. Hier muss über die App der QR Code an der Lenkstange des E-Rollers eingescannt werden. Nach einer fröhlichen Melodie, die der E-Scooter von sich gibt, sind App und Roller gekoppelt und die Fahrt kann beginnen.

aufgereihte lime E-Scooter am Frankfurter Mainufer / Foto: Scooterexperten.de

Lime: Solider E-Scooter mit sicherer Drosselung

Als einziges E-Scooter-Modell in Frankfurt bietet der Lime eine Bremse sowohl vorne links am Griff, ähnlich einer Bremse beim Fahrrad, als auch eine Bremse oberhalb des Hinterrades. Eine Rückbremse also, wie man sie von normalen Tretrollern kennt.

Es gibt eine normale, sichtbare Fahrradklingel am Lenker.

Gas gibt man, wie bei allen anderen Modellen, indem man den kleinen Gashebel am rechten Lenkgriff nach unten drückt. Auf nähere Kennzeichnungen von Gas und Bremse, wie es andere Sharing-Anbieter machen, verzichtet Lime.

Auf dem Display in der Mitte der Lenkstange wird das Tempo dargestellt und die Akkuleistung in Prozent. Das ist genauer als bei der Konkurrenz. Wir empfinden das durchaus als Vorteil. Es lässt sich so besser einschätzen, wie schnell man wie viel Energie verbraucht und wie weit man bei gleichem Fahrtstil wohl noch kommen wird.

Positiv fällt außerdem auf, dass es eine Erinnerungsfunktion auf dem Display gibt. Steht der E-Scooter zu lange still, werden wir gefragt ob wir noch fahren, oder die Fahrt lieber beenden möchten. Das hat durchaus seinen Nutzen.

Der Lime E-Scooter drosselt automatisch auf 19 km/h. Die erlaubte Höchstgrenze in Deutschland von 20 km/h sollte man somit nicht überschreiten können. Das bewahrt vor Strafzetteln und verringert ein unnötiges Unfallrisiko. Bergab schaffen wir es einmal auf 20 km/h, bergauf hält sich der Lime immerhin mit 17 km/h ganz gut.

lime E-Scooter Design
limettengrün, schwarz und weiß: Das Design des lime E-Scooters ist schlicht aber schön / Foto: Scooterexperten.de

Lime: Design, Optik und Zustand der E-Scooter

Der Lime E-Scooter sieht in unserem Test weniger mitgenommen aus als E-Scooter der Konkurrenz. Das Design ist schlicht aber ansprechend. Detailverliebt ist die kleine eingeprägte Limettenscheiben auf dem Gashebel, die wir auf dem Lime Logo kennen.

Der E-Scooter ist hauptsächlich weiß, ein Teil der Lenkstange schwarz und einzelne Details limettengrün. Auf uns wirkt der Lime Scooter sportlich, aber auch etwas klobig und eher einfach. Unterm Strich ordnen wir Design, Optik und Zustand als gut ein.

lime e-scooter Tacho, Display, Tempo, Akkustand
als einziger E-Scooter in FFM bietet der von lime eine Akkuanzeige in Prozentangabe / Foto: Scooterexperten.de

Lime: Mit dem E-Scooter von Null auf Neunzehn km/h

Der Lime E-Scooter gibt uns mit seiner automatisch auf maximal 19 km/h gedrosselten Geschwindigkeit ein gutes und sicheres Fahrgefühl. Bei der Beschleunigung lässt er etwas Zugkraft vermissen. Vorsichtigen Fahrern dürfte das allerdings entgegenkommen.

Während die vordere Bremse etwas mehr Kraftaufwand braucht als wir uns das wünschen würden, und noch dazu verhältnismäßig weit weg vom Lenker ist, nehmen wir von der Rückradbremse schnell keine Notiz mehr. Sie bremst gefühlsmäßig zu wenig ab und ist im hektischen Stadtverkehr nicht ideal.

Um anzufahren wird mit dem Fuß ein paarmal angeschoben, dann heißt es Gas geben. Dazu wird der Gashebel an der Innenseite des rechten Lenkers heruntergedrückt.

In unserem Test haben wir beim Anfahren mit dem Lime zweimal Probleme. Ob das an diesem speziellen E-Scooter Exemplar liegt, das vielleicht beschädigt ist, oder ob es Methodik ist, wissen wir nicht.

Der E-Scooter beschleunigt beim Anfahren nur auf 8 km/h, nicht weiter. Erst als wir komplett vom Gas treten und dann erneut anfahren erreichen wir die Höchstgeschwindigkeit von 19 km/h. Auch die Beschleunigung an sich zieht nicht ganz so stark. Das Problem taucht nach diesen zwei Vorfällen allerdings nicht wieder auf.

Der Lime E-Scooter ist wie die Modelle der Sharing-Konkurrenz für unsere Testperson zu schwer, um ihn über mehrere Stufen oder ganze Treppen zu tragen. Auf viele der Brücken rund um den Main gelangt man erst über einige Stufen. Gibt es hier keine befahrbare Alternative, ist vor solch einer Brücke mit dem E-Scooter Schluss.

lime Einzugsgebiet und Karte sowie Angebot in FFM
Verfügbarkeit der lime E-Scooter in Frankfurt am Main / Screenshot aus der App

Lime: Wie groß ist das Einzugsgebiet in Frankfurt am Main?

In der App kann die Lime Karte inklusive Einzugsgebiet aufgerufen werden. Das Gebiet in dem fahren und parken gestattet sind, ist grün gekennzeichnet. Parkverbotszonen erkennen wir nicht.

Das Einzugsgebiet erstreckt sich von Frankfurt Griesheim im Westen bis nach Riederwald im Osten. Außerdem kann von Eschersheim im Norden bis nach Sachesnhausen-Nord im Süden gefahren werden. Insgesamt also ein recht ausgedehntes Fahrgebiet.

Lime: Was kostet der E-Scooter und wie wird bezahlt?

Für jede Fahrt fällt ein Grundpreis von einem Euro an. Jede Fahrminute wird dann mit 0,19 € berechnet. Damit liegt Lime gleichauf mit den Konkurrenten von TIER.

Die Zahlung ist nur per Kreditkarte möglich. Der Betrag wird im Anschluss an die Fahrt abgebucht.

Fazit: Lime E-Scooter in Frankfurt am Main – wie gut sind sie?

Wie lohnenswert es generell ist, mit E-Scootern durch Frankfurt am Main zu düsen darüber haben wir bereits berichtet.

Die Lime E-Scooter haben sich in unserem Test als gut erwiesen, mit kleinen Schwächen. Einzugsgebiet und Verfügbarkeit sind gut, das Display verfügt über eine zusätzliche Erinnerungsfunktion, die wir sehr nützlich finden. Auch die automatische Drosselung macht Sinn und die App ist mit viel Detailliebe, aber auch ausführlichen Erklärungen ausgestattet, was uns gut gefällt.

Nicht so begeistert sind wir von den Anfahrschwierigkeiten, die wir zweimal erleben, die womöglich aber auf einen defekten Roller zurückzuführen sind. Außerdem sind die Bremsen nicht ganz so handlich wie bei anderen Modellen und die Beschleunigung lässt etwas Zugkraft vermissen.

lime E-Scooter vor Frankfurter Kulisse / Foto: Scooterexperten.de
LIME IM TEST:BEWERTUNG:
Größe des Einzugsgebiet
Verfügbarkeit im Einzugsgebiet
App
Ausstattung
Bremsen
Tacho / Display
Design
Kosten
Fahrspaß / Fahrkomfort
GESAMTPUNKTZAHL:4,3 / 5
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Tamara

Tamara ist unsere "Queen of Content:" Wenn sie nicht gerade durch die Welt reist, Tiere rettet oder Strände von Müll befreit, unterstützt sie uns im Innovation Lab der eprimo GmbH, unsere Artikel und Projekte in passende Worte zu verpacken. Aber nicht nur beim richtigen Ausdruck, auch in Sachen Design arbeiten wir immer wieder mit der staatl. geprüften Gestaltungs- und Medientechnischen Assistentin zusammen.
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