Im Test: Unsere Erfahrungen mit dem Egret-Eight V3 E-Scooter

Story Highlights
  • Egret Eight V3 im Test: 4,2 / 5
  • relativ leicht und bis zu 30 km Reichweite
  • starker Abzug für Ausstattung & Design

Mit dem EGRET-EIGHT V3 hat der Hersteller EGRET ein besonders schlankes und solides E-Scooter Modell auf den deutschen Markt gebracht. Doch punktet der EGRET-EIGHT V3 auch in Sachen Fahrspaß, Komfort und Preis-Leistung? Wir haben den E-Roller in unserem ausführlichen Test auf Stärken und Schwächen geprüft.


Foto: © Walberg Urban Electrics GmbH

Das Wichtigste auf einem Blick

Der „Alleskönner“

Die Version des EGRET-EIGHT V3 basiert auf dem Vorgänger Modell V2. Großer Unterschied: Dieses Modell wurde so angepasst, dass es der deutschen Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung (eKFV) entspricht. Damit darf der E-Scooter legal auf deutschen Straßen gefahren werden.

Technische Daten


  • Motor: 350 Watt Leistung
  • Batterie: 10,4 Lithium Ionen
  • Reichweite: bis zu 30 km
  • Ladezeit: 70% in 2 Stunden
  • Breifung: 8 Zoll Luftreifen
  • Gewicht 14 kg
  • UVP: 1.249,00 €
THe-URBAN-BRLN E-Scooter mit Straßenzulassung

Die EGRET E-Scooter sind eine Marke der Walberg Urban Electrics GmbH. Die Firma hat ihren Sitz in Hamburg. Das Unternehmen hat derzeit zwei straßenzugelassene E-Scooter-Modelle im Angebot. Den EGRET Eight und das Schwestermodell EGRET Ten.

Wir konnten den EGRET Eight V3 bei Einfallsreich-Frankfurt ausgiebig vor Ort testen. Einen besonderen Dank möchten wir ans gesamte Team aussprechen, von dem wir gut beraten und während unseres Tests fachkundig betreut worden sind.

Egret Eight E-Scooter E-Tretroller im Test Erfahrungsbericht
© Foto: ScooterExperten.de

Für wen ist der EGRET-EIGHT V3 E-Scooter geeignet?

Sich abgasfrei, leise und umweltschonend durch die Stadt bewegen: E-Roller machen das möglich! Emissionsfrei fahrende E-Scooter sind ideal, um Strecken zurückzulegen, die für das Auto zu kurz und zu Fuß zu lang erscheinen.

Mit rund 30 km Reichweite ist der EGRET-EIGHT V3 für Pendler, Kurzstreckenfahrer und Jugendliche ideal. Er kann bereits ab 14 Jahren gefahren werden. Für die Nutzung wird kein Führerschein vorausgesetzt.

Außerdem ein großes Plus: E-Scooter können in den meisten Verkehrsmitteln kostenfrei mitgenommen werden. Voraussetzung ist üblicherweise, dass der E-Scooter zusammengeklappt und verstaut werden kann. Der EGRET-EIGHT V3 erfüllt dieses Kriterium.

Gesetzlich ist die Höchstgeschwindigkeit der E-Scooter auf 20 km/h begrenzt. Wer schneller unterwegs sein will, kann auf einen E-Roller umsteigen. Hier wird allerdings ein entsprechender Führerschein benötigt.

Wer vor dem Kauf eines E-Scooters erst einmal eine Probefahrt absolvieren will, kann das mit den E-Scootern der Sharing-Anbieter. Sie finden sich mittlerweile in nahezu allen mittelgroßen und großen deutschen Städten und können minutenweise geliehen werden.

Tipp: Vor dem E-Scooter-Kauf unbedingt darauf achten, dass der E-Scooter über eine Straßenzulassung verfügt. Nur Modelle mit einer allgemeinen Betriebserlaubnis dürfen auf öffentlichen Straßen fahren. Der hier vorgestellte EGRET-EIGHT V3 wurde im Sinne der eKFV konzipiert und erfüllt deren Anforderungen. Er darf also legal in Deutschland gefahren werden.


Vor- und Nachteile des EGREGT-EIGHT V3

VORTEILENACHTEILE
sehr einfacher Klappmechanismus Trommelbremsen
bis zu 30 km Reichweite keine eingebaute Lampe
mit 14 kg relativ leicht Lenkerdesign
extra Metallbügel für Sicherheitsschloss viele Kabel außen


Maße und Ausstattung

Egret Eight E-Scooter E-Tretroller zusammengeklappt klein
© Foto: Walberg Urban Electrics GmbH

Der EGRET-EIGHT V3 vereint, was ein E-Scooter leisten muss: Er fährt emissionsfrei, ist klein, schnittig und wendig. Mit 14 kg Eigengewicht ist er außerdem außerordentlich leicht und daher einfach mitzunehmen. Auch das Verstauen im Auto oder Gepäckfach ist damit kein Problem mehr.

Im fahrbereiten Zustand kommt der E-Scooter auf ein Maß von 110 x 56 x 92 – 115 cm, je nach Einstellung der Lenkerhöhe.

Zusammengeklappt reduziert sich die Größe auf 103 x 15 x 38 cm. Bemerkenswert: Beim EGRET-EIGHT V3 können die Lenkergriffe ebenfalls seitlich eingeklappt werden. Das spart zusätzliche Zentimeter.

Binnen weniger Sekunden ist der EGRET-EIGHT V3 einfach und unkompliziert zusammengeklappt. Nicht alle Hersteller lösen das so elegant wie hier!

Auf dem EGRET-EIGHT V3 darf ein Fahrer mit einem Maximalgewicht von 100 kg zusteigen. Das wird für den ein oder anderen Fahrenden schon eng, gerade dann, wenn man noch einen vollbeladenen Rucksack dabei hat. Andere E-Scooter-Modelle bieten da ein höheres Belastungsgewicht.

Ein Manko: Trommelbremsen

Der EGRET-EIGHT V3 verfügt über zwei Trommelbremsen. Der Bremsweg des E-Scooters ist dadurch relativ lang. Ob die Bremsfähigkeit im Notfall bei einer Vollbremsung ausreicht, können wir im Rahmen unseres Tests nicht beurteilen.

Gegenüber den sonst oft verwendeten Scheibenbremsen ist jedoch ein deutlicher Unterschied zu spüren, der leider nicht positiv ausfällt.

Als weitere Besonderheit wird beim EGRET-EIGHT V3 der Gashebel nicht wie üblich mit dem Daumen, sondern mit dem Zeigefinger betätigt.

Kein fest eingebautes Licht

Dafür mangelt es dem sonst so smarten Modell an einer eigenen, fest installierten Leuchte. Die laut StVo notwendige Lampe wird mit einer am Lenker angebrachten Fahrradleuchte gestellt. Richtig chic ist das nicht, praktisch ebenfalls nicht. Insgesamt lässt sich der EGRET-EIGHT V3 aber als besonders kompaktes und flexibles Modell beschreiben.

Egret Eight E-Scooter Lenkstange Display Kabel Design
© Foto: ScooterExperten.de

Design und Optik

Der EGRET-EIGHT V3 ist in schwarz und blau erhältlich. Das Design ist schlank, modern und schick und repräsentiert „City Lifestyle“. Der E-Scooter ist stabil verarbeitet, wirkt hochwertig und langlebig.

Das Trittbrett ist mit einer Sandpapier-Textur beschichtet und bietet sicheren Halt. Während das Design insgesamt überzeugt, empfinden wir den Lenker als unaufgeräumt und chaotisch. Und das liegt nicht nur an der anmontierten Fahrradlampe.

Auch die zahllosen Kabel, die sich entlang der Lenkerstange schlängeln, machen das bis dahin gute Gesamtbild leider kaputt. Das Display, dass sich leicht abgesetzt oberhalb der Lenkstange befindet, wirkt gegenüber dem restlichen Design minderwertig und unausgereift.

Am Ende des Tages bleibt der EGRET-EIGHT V3 aber ein wohldesigntes und durchdachtes E-Scooter Modell. Es verzichtet auf unnötigen Schnickschnack und kann durch ein klares, stilvolles Design überzeugen.

Egregt Eight E-Scooter Reifen Nummernschild Trittbrett Licht Test
© Foto: ScooterExperten.de


Den EGRET-EIGHT V3 fahren

Eine Fahrt beginnen

Um die Fahrt zu starten wird zunächst kurz der An-Knopf des Displays gedrückt.

Auf eine Geschwindigkeit von 4 – 6 km/h muss der E-Scooter manuell angetreten werden. Erst danach lässt sich der Gashebel mit dem Zeigefinger herunterdrücken und das Fahrzeug fährt an.

Das Bremslicht geht automatisch an. Das Vorderlicht, eine Sigma Fahrradlampe, die am Lenker angebracht wird, muss manuell angeschaltet werden. In den folgenden Versionen soll diese provisorisch wirkende Lösung durch ein fest installiertes Licht ersetzt werden.


Fahrmodus wechseln

Es gibt fünf verschiedene Anfahrtsstufen in der Beschleunigung. An der Höchstgeschwindigkeit von 20 km/h ändern sie jedoch nichts.

Mit einem höheren, stärkeren Anfahrtmodi wird allerdings auch mehr Energie verbraucht. Die Reichweite des E-Scooters wird dadurch verringert. Der Fahrmodus kann am Display des EGRET-EIGHT V3 geändert werden.


Motor und Gaspedal

Dank einem niedrigen Eigengewicht kommt der EGRET-EIGHT V3 E-Scooter mit seinem 350 Watt Motor, 750 Watt Spitzenleistung, gut vom Fleck. Unser Testfahrer Igor freut sich über eine gute Zugkraft und ein angenehmes, müheloses Fahrgefühl.

Etwas gewöhnungsbedürftig für geübte E-Scooter-Fahrer ist der „Zeigefinger-Gashebel“. Üblicherweise wird dieser mit dem Daumen betätigt, hier aber liegt er hinter dem Lenkergriff und muss mit dem Zeigefinger nach unten gedrückt werden. Wie bei allen E-Scooter Gashebeln ist auch hier das dauerhafte herunterdrücken anstrengend und schmerzt ab einer gewissen Fahrtzeit im Finger.

Akku & Reichweite, Ladezeit

Der EGRET-EIGHT V3 verfügt über einen fest eingebauten Akku, was definitiv als Nachteil zu bewerten ist. Dafür reicht die Akkuleistung für bis zu 30 km Reichweite. Die volle Ladezeit von sechs Stunden fällt relativ lang aus. Dafür sind jedoch 70% der Gesamtakkuleistung bereits nach zwei Stunden Ladezeit wiederhergestellt.

Egregt Eight E-Scooter Display Licht Lenker Lenkstange Kabel Test
© Foto: ScooterExperten.de

Fahren und Fahrspaß mit dem EGRET-EIGHT V3

Der EGRET-EIGHT V3 bringt den Fahrspaß auf den Punkt, den man sich von einem E-Scooter erwartet: Er ist flexibel einsetzbar, leicht und bietet trotz aller Schnörkellosigkeit guten Fahrkomfort.

Auf dem höchsten Anfahrmodi hat der EGRET-EIGHT V3 auch für sportliche und abenteuerlustige Fahrer genug Zug. Ein Manko hingegen sind die Trommelbremsen. Eine Vollbremsung ist zwar möglich, der Bremsweg jedoch lang. In unserem Test unter Idealbedingung wird unser Testfahrer von dem langen Bremsweg negativ überrascht.

Insgesamt jedoch schneidet der EGRET-EIGHT V3 in Sachen Fahrspaß für uns gut ab!

Daten & Hard Facts zum E-Scooter von EGRET-EIGHT V3

Motor350 W
Höchstgeschwindigkeit20 km/h
Akkuleistung36 V
Akku herausnehmbar?Nein
Akkureichweiteca. 30 km
Ladezeit 100 %6 Stunden
Ladezeit 70 %2 Stunden
Maße fahrbereit110 x 56 x 92 – 115 cm
Maße gefaltet103 x 15 x 38 cm
Zusammengeklappt in …5 Sekunden
E-Scooter Gewicht14 kg
mögliches Fahrergewichtbis 100 kg
Preis (UVP des Herstellers)1.249 € inkl. 19 % MwSt.

Egret Eight E-Scooter Logo Trittbrett Test Erfahrungsbericht Fazit
© Foto: ScooterExperten.de

Fazit

Der EGRET-EIGHT V3 ist ein wendiges, modernes und komfortables E-Scooter-Modell. Mit 30 km Reichweite liegt er im Mittelfeld der maximalen Kilometerreichweite. Die Ladezeit fällt mit 6 Stunden recht lang aus. Dafür ist nach 2 Stunden Ladezeit bereits 70% der Akkukapazität erreicht. Das ist ein guter Kompromiss.

Der EGRET-EIGHT V3 verfügt über fünf Anfahrmodi und hat ordentlich Zugkraft. Nicht nur aufgrund seiner Motorleistung, sondern auch dank seines geringen Eigengewichts fährt er schnittig und kraftvoll. Auch sportliche Fahrer kommen hier auf ihre Kosten. Dafür gibt es Punktabzug bei den Bremsen: Die Trommelbremsen weisen nicht dieselbe Leistung wie die üblichen Scheibenbremsen auf. Der Bremsweg ist lang – in einer Gefahrensituation eventuell zu lang.

Der EGRET-EIGHT V3 ist ideal um ihn mitzunehmen: Er ist in Sekunden einfach und intuitiv zusammengeklappt, lässt sich gut tragen und dank schmaler Klappmaße ebenso unproblematisch verstauen. Ob mit in den Urlaub, beim pendeln zum Arbeitsplatz oder für die Freizeit, durch die gute Alltagstauglichkeit des EGRET-EIGHT V3 ist er ein verlässlicher Gefährte.

Obwohl der E-Scooter insgesamt mit einem modernen, futuristischen Look daherkommt, gibt es viele designtechnische Mängel. Etwa die extern angebrachte Fahrradlampe, die außen verlegten Kabel und der unaufgeräumte Lenker. Am Ende weißt der EGRET-EIGHT V3 ein für uns gutes Preis-Leistungs-Verhältnis auf. Unsere genauen Punkte vergeben wir wie folgt:


Testergebnis: Unsere Erfahrungen und Bewertung des EGRET-EIGHT V3

Fahrverhalten
Ausstattung & Design
Akku & Reichweite
Alltagstauglichkeit
Verarbeitung
GESAMT:4,2 / 5
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Tamara

Tamara ist unsere "Queen of Content:" Wenn sie nicht gerade durch die Welt reist, Tiere rettet oder Strände von Müll befreit, unterstützt sie uns im Innovation Lab der eprimo GmbH, unsere Artikel und Projekte in passende Worte zu verpacken. Aber nicht nur beim richtigen Ausdruck, auch in Sachen Design arbeiten wir immer wieder mit der staatl. geprüften Gestaltungs- und Medientechnischen Assistentin zusammen.
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