Im Test: Unsere Erfahrungen mit dem Segway Ninebot MAX G30D E-Scooter

Story Highlights
  • MAX G30D im Test: 4,6 / 5
  • nahezu unschlagbare Reichweite von 65 km
  • starkes Mittelklasse-Modell!

Der Ninebot MAX G30D E-Scooter liegt im preislichen Mittelfeld der aktuellen E-Tretroller-Angebote. Wir haben den Test gemacht: Wie gut ist der Ninebot MAX G30D? Lohnt sich die Anschaffung? Welche Stärken hat er und mit welchen Schwächen ist zu rechnen?


© Foto: Segway Inc.

Das Wichtigste auf einem Blick

Der „Langstreckenläufer“

Der KickScooter MAX G30D beeindruckt mit nahezu konkurrenzloser Reichweite: Bis zu 65 km lassen sich auf dem 19,5 kg schweren E-Scooter mit einer Akkuladung zurücklegen. Damit ist er einem Großteil seiner Konkurrenten weit voraus! 10 Zoll große Luftreifen sorgen für eine bequeme Fahrt – auch auf eher schwierigen Untergründen.

Technische Daten


  • Motor: 350 Watt Leistung
  • Batterie: 551 Wh (mit Schnellladegerät)
  • Reichweite: bis zu 65 km
  • Ladezeit: 6 Stunden
  • Bereifung: 10 Zoll schlauchlose Luftreifen
  • Gewicht: 19,5 kg
  • UVP: 799,00 €
Ninebot KickScooter MAX G30D Segway E-Scooter E-Roller mit Straßenzulassung

Der E-Scooter von Segway MAX G30D ein straßenkonformes E-Scooter Modell, das extra für den deutschen Markt entwickelt worden ist. Das Verrät das „D“ im Namen des KickScooters.

Bei der Entwicklung, dem Design und der Ausstattung wurde auf die Anforderungen der im Juni erlassenen Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung (eKFV) geachtet. Selbstredend hat der Segway MAX G30D nun die Straßenzulassung und darf in Deutschland auf öffentlichen Straßen gefahren werden!

Der Segway Max G30D ist ein eher schweres Modell, dafür stark in der Reichweite. Was wir sonst noch positiv und negativ bewerten, das erfährst du in diesem Test.

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Für wen ist der Segway MAX G30D E-Scooter geeignet?

E-Scooter könnten das grüne Fahrzeug der Zukunft sein! Ideal für kurze Strecken, sind sie eine perfekte Ergänzung zu öffentlichen Verkehrsmitteln. Die meisten Verkehrsbetriebe erlauben die Mitnahme von E-Scooter und nehmen sie kostenfrei mit.

E-Scooter kommen idealerweise überall dort zum Einsatz, wo die Strecken zu Fuß zu weit, für das Auto aber zu kurz sind.

Auch die Wege zu oder von öffentlichen Verkehrsmitteln lassen sich mit einem E-Scooter schnell und emissionsfrei bewältigen. Streckenabschnitte wie diese werden als „die erste und letzte Meile“ bezeichnet.

Das deutsche Gesetz sieht eine Höchstgeschwindigkeit von maximal 20 km/h vor. Diese Regelung gilt für alle E-Scooter, egal ob im Privatbesitz oder zur Verfügung gestellt von E-Scooter Sharing Anbietern. Wer schneller unterwegs ist muss mit Strafen rechnen. Schneller fährt es sich hingegen mit einem E-Roller. Mit bis zu 45 km/h darf der „große Bruder“ des E-Scooters über die Straße rollen. Im Gegensatz zum E-Scooter braucht es für den E-Roller einen entsptechenden Führerschein.


Vor- und Nachteile des Segway Ninebot MAX G30D

VORTEILENACHTEILE
bis zu 65 km Reichweite mit 19,5 kg Gewicht recht schwer
einfacher, intuitiver Faltmechanismus kein herausnehmbarer Akku
Diebstahlsicherung via App Fahrergewicht nur bis 100 kg möglich
modernes Design
große Räder
automatischer Tempomat
MAX G30D Segway E-Scooter zusammengeklappt, Faltmechanismus im Test
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Maße und Ausstattung

Der Segway Ninebot MAX G30D ist ein robustes E-Scooter Modell. Mit viel Aluminium verbaut spricht es für ein langlebiges Produkt. Doch auch der Fahrkomfort und ganz besonders die Ausstattung kommt hier nicht zu kurz!

Mit 19,5 kg Eigengewicht zählt der E-Scooter zu den eher schweren Modellen. Zwar lässt er sich zusammengeklappt grundsätzlich gut transportieren, doch bei diesem Gewicht geht das nur über kürzere Strecken.

Mit einem erlaubtem Fahrergewicht von 100 kg liegt er im guten Mittelfeld. Im fahrbereiten Zustand kommt der MAX G30D auf eine Größe von 120 x 47,2 x 117 cm. Zusammengeklappt verringert sich die Höhe auf 53cm, der Rest bleibt gleich. Dafür funktioniert der Faltmechanismus sehr einfach und in kürzester Zeit. Ein Pluspunkt, gerade auch für alle, die den E-Scooter in öffentlichen Verkehrsmitteln mitnehmen wollen!

MAX G30D Segway Test Erfahrungsbericht Diebstahlschutz App E-Scooter abschliessen
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Die Besonderheit: Die E-Scooter App!

„Och, nicht schon wieder ein App…“, magst Du jetzt denken. Doch die E-Scooter App, die zum Fahren des Segway Ninebot MAX G30D benötigt wird, hat uns komplett überzeugt und bringt gleich mehrere Funktionen mit.

Die App wird benötigt, um den E-Scooter für die Fahrt zu entsperren. Smartphone und E-Scooter werden dann per Bluetooth verbunden.

Über die App verfügt der E-Scooter so über einen eingebauten Diebstahlschutz. Wird der E-Scooter bewegt ohne ihn vorher über das Smartphone zu entsperren, piepst er durchgehend. Eine Fahrt ist nicht möglich. Außerdem wirst du auf deinem Smartphone darüber benachrichtigt, dass dein E-Scooter bewegt wird. In der App kannst du außerdem die genaue Reichweitenvorhersage in Kilometern sehen. Darüber hinaus gibt es Angaben zur Durchschnittsgeschwindigkeit der Fahrt, den Gesamtkilometerstand, Fahrzeugtemperatur und Fahrtzeit. Weitaus mehr Informationen also, als wir es von anderen E-Scootern gewöhnt sind!

MAX G30D KickScooter E-Scooter im Test, Erfahrungsbericht von ScooterExperten Segway
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Design und Optik

Der Ninebot MAX G30D ist mit viel Aluminium gebaut und daher entsprechend stabil. Trotzdem büßt er nicht an sportlicher Optik ein. Der Anthrazitfarbene E-Scooter hat hellblaue Highlights, die ihm etwas futuristisches verleihen.

Der E-Scooter wirkt schnörkellos und modern, ein einzelnes, außen an der Lenkstange entlanggeführtes Kabel stört nicht. Uns gefällt die aufgeräumte Optik und der übersichtliche Lenker. Bei anderen Herstellern haben wir einen solchen Style vermisst! Insgesamt wirkt das Design durchdacht, der Roller hochwertig.

MAX G30D Kickscooter E-Scooter im Test, Erfahrungsbericht Lenker Design Tacho Display
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Die LCD-Anzeige in der Mitte der Lenkstange zeigt die Geschwindigkeit, den Akkustand in Balken, den Fahrmodi, ob das Licht eingeschalten ist und ob eine Bluetooth-Verbindung besteht. Wie bei allen E-Scootern finden wir die Akkuanzeigen in Balken nicht ideal, doch wie bereits angesprochen kommt der Ninebot MAX G30D ja mit einer App. Hier wird die Reichweite und damit die Leistung des Akkus genau in Kilometern angegeben. Absoluter Pluspunkt!

In Sachen Design kann uns der Ninebot MAX G30D daher voll überzeugen. Ein sportlicher, futuristischer E-Scooter in schlankem Design.

KickScooter E-Scooter Segway MAX G30D Test fahren Erfahrung
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Den Ninebot MAX G30D fahren

Eine Fahrt beginnen

Um die Fahrt zu beginnen muss der E-Scooter über eine App mit dem Smartphone verbunden werden. Steht die Bluetooth-Verbindung, kann der E-Scooter entsperrt und die Fahrt begonnen werden.

Um loszufahren muss der Roller zunächst manuell angetreten werden. Rollt er, kann das Gaspedal mit dem Daumenhebel nach unten gedrückt werden. Dann zieht der E-Scooter ordentlich an und fährt los!

Auf dem Display wird nach erfolgreichem Test die maximale Höchstgeschwindigkeit des Metz Moover angezeigt: 20 km/h. Darunter steht dann „paddle“, also die Aufforderung zum Start. Mit dem Fuß schiebt man den E-Scooter zwei bis dreimal an und gibt dabei Gas. Dann kann die Fahrt beginnen.


Fahrmodus wechseln

Der MAX G30D verfügt über drei Fahrmodi: Eco, Drive und Sport. Sie haben Einfluss auf die Beschleunigung des MAX G30D. Darüber hinaus gibt es den Fußgängermodus, der die Geschwindigkeit auf 6km/h begrenzt.


Um den Fahrmodus zu ändern, muss zweimal schnell auf den schwarzen Knopf in der Mitte des Displays gedrückt werden. Dann wechselt das Gerät zum nächsten Modi. Im Display lässt sich auch ablesen, auf welchen Modus der E-Scooter eingestellt ist.


Motor und Gaspedal

Der 350W Motor am Hinterrad hat ordentlich Zug. Laut Herstellerangaben hält er die Geschwindigkeit auch bei Anstiegen bis zu 20°. Eine akribische Messung konnten wir im Test so nicht vornehmen. Unser Testfahrer Hendrik war jedoch vom Fahrgefühl begeistert und das auch bei Fahrten bergauf. Trotz seines hohen Eigengewichts ist der Ninebot MAX G30D mit viel Power unterwegs.

Wie bei allen getesteten E-Scooter Modellen ist das Daumengaspedal auch beim Ninebot MAX G30D Kräftezehrend, wenn es dauerhaft gedrückt werden muss. Doch auf dafür gibt es eine vorprogrammierte Lösung: Fährt man länger als fünf Sekunden mit der Höchstgeschwindigkeit von 20 km/h, geht mit einem Piep-Signal automatisch der Tempomat an. Das Gaspedal kann dann losgelassen werden, was Finger- und Handgelenke definitiv zu schätzen wissen, vor allem auf längeren Fahrten.


Bremsen

Der Ninebot MAX G30D verfügt, wie von der eKFV gefordert, über zwei Bremsen.

Am Vorderrad bremst eine Trommelbremse, am Hinterrad kommt eine hydraulische Bremse zum Einsatz. Beide Bremsen reagieren in unserem Test prompt und gut. Die Trommelbremse greift gefühlt etwas stärker, dafür muss hier im Falle einer Vollbremsung die Überschlaggefahr beachtet werden. Unserem Testfahrer Hendrik geben die Bremsen jedenfalls auch auf rutschigem Laubboden und nassem Asphalt ein sicheres Gefühl.

Akku & Reichweite, Ladezeit

Der fest verbaute Lithium-Ionen-Akku befindet sich im Trittbrett. Seine 36 Volt und 551 Wh sollen für eine Reichweite von bis zu 65 km unter Idealbedingungen ausreichen. Damit liegt er in Sachen Akkukapazität ganz weit vorne. Das macht wett, dass der Akku nicht herausgenommen werden kann.

Die Ladezeit beträgt in etwa 6 Stunden. Für die große Reichweite ist das eine angemessene Zeit.

Großes Plus ebenfalls: Das Netzteil ist im E-Scooter verbaut. Zum Aufladen braucht es nur ein dünnes Kabel und eine Steckdose. Das ist deutlich transportabler als das ein oder andere Ladegerät das andere E-Scooter verlangen. Auch dafür Daumen hoch!

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Fahren und Fahrspaß mit dem MAX G30D

Der Ninebot MAX G30D hat sich in unserem Kurztest als zuverlässig, gut fahrbar und sicher erwiesen.

Auf dem E-Scooter über den Asphalt zu rollern macht einfach wahnsinnig viel Spaß! Auch ungeübte Fahrer kommen dabei gut zurecht.

Die 10 Zoll breiten Reifen zeigen sich auf unseren Testuntergründen Aspahlt und nasser Wald- und Laubboden als widerstandsfähig und rutschfest.

Daten & Hard Facts zum E-Scooter MAX G30D

Motor350 W
Höchstgeschwindigkeit20 km/h
Akkuleistung551 Wh
Akku herausnehmbar?Nein
Akkureichweiteca. 65 km
Ladezeit 100 %6 Stunden
Maße fahrbereit120 x 47,2 x 117 cm
Maße gefaltet120 x 47,2 x 53 cm
Zusammengeklappt in …5 Sekunden
E-Scooter Gewicht19,5 kg
mögliches Fahrergewichtbis 100 kg
Preis (UVP des Herstellers)799 € inkl. 19 % MwSt.

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Fazit

Der Ninebot MAX G30D liegt preislich im Mittelfeld der Konkurrenz, doch optisch und inhaltlich konnte er uns voll überzeugen.

Gefahren werden kann der E-Scooter ohne Führerschein von Fahrern mit bis zu 100 kg Gewicht. Das ist Standard. 

65 km Reichweite sind im E-Scooter-Bereich nahezu unschlagbar. Ein starker Motor, der auch bei Anstiegen kaum an Zugkraft verliert, sorgen für echten Fahrspaß. Reifen und Bremsen bieten ein sicheres Fahrgefühl.

Auch designtechnisch finden wir den Ninebot MAX G30D gelungen: Sportlich, modern und schnörkellos, ja fast futuristisch kommt er daher. Und obwohl er auf Schnickschnack verzichtet, bringt er einen besonderen Funktionsumfang mit: Etwa durch die App, die einen Diebstahlschutz und jederzeit genaue Informationen zum E-Scooter beispielsweise in Hinblick auf die Reichweite bereitstellt.

Ein Wehrmutstropfen ist das relativ hohe Gewicht des E-Scooter. Mit 19,5 kg ist der KickScooter kein ganz leichtes Modell. Trotz intuitivem und einfachem Faltmechanismus lässt er sich so nur über kurze Strecken tragen.

Alles in allem hat der Ninebot MAX G30D uns in Sachen Preis-Leistung überzeugt!


Testergebnis: Unsere Erfahrungen und Bewertung des Ninebot MAX G30D

Fahrverhalten
Ausstattung & Design
Akku & Reichweite
Alltagstauglichkeit
Verarbeitung
GESAMT:4,6 / 5

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Tamara

Tamara ist unsere "Queen of Content:" Wenn sie nicht gerade durch die Welt reist, Tiere rettet oder Strände von Müll befreit, unterstützt sie uns im Innovation Lab der eprimo GmbH, unsere Artikel und Projekte in passende Worte zu verpacken. Aber nicht nur beim richtigen Ausdruck, auch in Sachen Design arbeiten wir immer wieder mit der staatl. geprüften Gestaltungs- und Medientechnischen Assistentin zusammen.
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