Wie fährt man einen E-Scooter?

Story Highlights

  • Vor der ersten Fahrt: Bedienungsanleitung lesen
  • Anfahren: Mit dem Fuß antreten, dann Gas geben
  • Wichtig: Wissen, wo die Bremsen wirken & Bremsen testen!

Wie bedient und fährt man einen E-Tretroller? Für viele fühlt sich die allererste Fahrt mit einem abgasfreien E-Scooter abenteuerlich an. Wir erklären dir hier, wie die E-Roller bedient und gefahren werden. Außerdem geben wir dir nützliche Tipps für die erste Fahrt mit auf den Weg.


Anschieben, Gas geben und los! Wer mit dem E-Tretroller unterwegs sein will, muss mindestens 14 Jahre alt sein. Bei Sharing-Anbietern liegt das Einstiegsalter üblicherweise bei 18 Jahren. Ein Führerschein wird nicht benötigt, dafür muss der E-Scooter versichert sein und eine Straßenzulassung besitzen.

Je nach E-Scooter Modell gibt es unterschiedliche Möglichkeiten das Gerät einzustellen, verschiedene Fahrmodi auszuwählen und unterschiedliche Methoden Gashebel und Bremsen zu nutzen.

Wo darf ich einen E-Scooter fahren?

E-Scooter dürfen in Deutschland grundsätzlich auf Fahrradwegen über den Asphalt rollen. Sind diese nicht vorhanden, muss auf der Straße gefahren werden. Fußgängerzonen und Bürgersteige sind unter allen Umständen tabu! Hier gilt es absteigen und schieben. 

Vor der ersten Fahrt: Bedienungsanleitung, Tests & Schutzkleidung

Wer sich einen eigenen E-Scooter zulegt, sollte zunächst die Bedienungsanleitung in Ruhe durchlesen. Hier findest du Hinweise zu Einstellungsmöglichkeiten und Besonderheiten deines E-Scooters. Bei einigen Modellen ist vor der ersten Fahrt außerdem die Montage des Rollers notwendig.

Bei Sharing-Anbietern entfällt dieser Schritt natürlich. Dafür sollten die Sicherheitshinweise und Erklärungen der E-Scooter Sharing App beachtet werden. Sie gehen üblicherweise auch darauf ein, welche Straßenverkehrsregeln für E-Scooter-Fahrer gelten.

Gashebel- und Bremsen testen

Je nach E-Scooter fallen Gas- und Bremshebel unterschiedlich aus. Verbaut werden üblicherweise Daumen-, Finger-, Dreh- oder Fußgashebel. Bedienungsanleitung oder die Sharing App geben Auskunft darüber, wo sich der Gashebel deines E-Scooters befindet und wie er betätigt wird. Bei vielen Modellen lässt sich das Gas durch das herunterdrücken des kleinen Hebels dosieren.

Außerdem solltest du wissen, welche Bremse wo wirkt, also ob sie vorne oder hinten greift. Erste Bremstests kannst du noch im Stand durchführen, um ein Gefühl für die Bremsintensität und den benötigten Kraftaufwand zu bekommen.

Helm aufsetzen

Ein Helm ist zwar keine gesetzliche Pflicht, wird für jeden E-Scooter-Fahrer aber dringend empfohlen. Greifst du auf das Angebot von E-Scooter Sharing Anbietern zurück, musst du zum Leih-Scooter deinen eigenen Helm mitbringen. Lange Kleidung, die im Falle eines Sturzes die Haut schützt und gegebenenfalls Gelenkschützer können ebenfalls ratsam sein.

Der richtige Stand & das erste Anfahren

Für die erste Fahrt empfiehlt sich eine Strecke abseits hektischen Stadtverkehrs. Ein Parkplatz oder eine verkehrsberuhigte Zone bieten bessere Testbedingungen.

Zunächst solltest du dich auf das Trittbrett des E-Rollers stellen und herausfinden, welches dein Standbein ist und mit welchem Bein du zum Anfahren anschieben willst. Meist fühlt sich eine Seite intuitiv „richtig“ an. Stell dich mit dem Standbein weit genug nach vorne auf das Trittbrett, so dass du nach der Anfahrt bequem den zweiten Fuß dahinter abstellen kannst.

Zum Anfahren stößt du dich mehrmals mit dem Fuß ab, um den E-Scooter ins Rollen zu bringen. Dann drückst du den Gashebel herunter. Dosiere den Gashebel bei der ersten Fahrt vorsichtig. Taste dich langsam an die Maximalgeschwindigkeit von 20 km/h heran, bis du die Fahreigenschaften des E-Scooters besser einschätzen kannst.

Bei den meisten E-Scootern funktioniert der Gashebel erst ab einer Geschwindigkeit von 5 km/h. Deshalb muss zu Beginn manuell angeschoben werden. Durch diese Funktion wird verhindert, dass der E-Scooter versehentlich im Stand gestartet wird.

Sicher bremsen

Wer stark bremsen muss, sollte bei höheren Geschwindigkeiten immer die hintere Bremse bevorzugen. Durch die Gewichtsverlagerung auf dem E-Scooter sorgt eine Vollbremsung mit der vorderen Bremse sonst dafür, dass der E-Scooter-Fahrer über den Lenker stürzt.

Erste Bremstests können vorsichtig und dosiert bei niedriger Geschwindigkeit durchgeführt werden Später dann sollte auch eine Vollbremsung kontrolliert geübt werden – am besten auf Privatgelände oder Strecken ohne Verkehr. Wer das Bremsverhalten des E-Scooters kennt, kann in Gefahrensituationen besser reagieren und Stürze vermeiden!

Unbekannte Untergründe? Runter vom Gas!

Je nach E-Scooter-Modell, Reifengröße und Reigenbreite variiert das Verhalten der E-Tretroller auf unterschiedlichen Untergründen. Auch hier gilt es: Am besten langsam an die verschiedenen Bodenbeläge herantasten und vorsichtig ausprobieren, wie sich Fahreigenschaften und Fahrkomfort verändern.

Grundsätzlich empfiehlt sich, bei unbekannten Untergründen die Geschwindigkeit zu verringern. Häufig ist eine überhöhte Geschwindigkeit Ursache für Stürze oder Unfälle.

Dabei gilt es nicht nur auf die Bodenbeläge, sondern auch die Witterungsverhältnisse zu achten: Nässe und Regen erhöhen die Gefahr des Wegrutschens. Einige E-Scooter Hersteller empfehlen in der Bedienungsanleitung sogar, den E-Scooter bei Regen gar nicht zu benutzen. Dieser Empfehlung solltest du folgen! 

E-Scooter fahren lernt man schnell!

Im Zuge unserer #greenscooterchallenge haben wir für viele Menschen jeden Alters und Kenntnisstandes Probefahrten mit dem E-Scooter angeboten. Unser Eindruck: Nach einer kurzen Einführung und Übungsphase sind die allermeisten binnen weniger Minuten entspannt und selbstbewusst unterwegs. Das E-Scooter fahren lässt sich also schnell lernen und macht noch dazu jede Menge Spaß. 

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Tamara

Tamara ist unsere "Queen of Content:" Wenn sie nicht gerade durch die Welt reist, Tiere rettet oder Strände von Müll befreit, unterstützt sie uns im Innovation Lab der eprimo GmbH, unsere Artikel und Projekte in passende Worte zu verpacken. Aber nicht nur beim richtigen Ausdruck, auch in Sachen Design arbeiten wir immer wieder mit der staatl. geprüften Gestaltungs- und Medientechnischen Assistentin zusammen.
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